Solarenergie verdrängt Fracking-Gas

Eine Studie zu regionalen Strommärkten in den Vereinigten Staaten zeigt: Der Siegeszug der Sonnenenergie ist nicht zu stoppen, wenn es fairen Wettbewerb mit fossilen Konkurrenten gibt.

Rapider Kostenverfall macht Strom aus Solaranlagen preiswerter als aus herkömmlichen Kraftwerken (Foto: Pixabay)

Der Boom beim Fracking-Gas in den USA kann offenbar nicht verhindern, dass der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Quellen in den Vereinigten Staaten immer weiter wächst. Das zeigt eine Untersuchung des amerikanischen Rocky Mountains Institute (RMI) in zwei der größten regionalen Strommärkte des Landes. So explodierte die installierte Leistung von Solarkraftwerken in Texas in den vergangenen zwei Jahren von rund 30 Gigawatt auf fast 80 Gigawatt, während sie bei Gaskraftwerken von zehn auf weniger als acht Gigawatt zurücking. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich in Texas sowie im Nordosten der USA die Leistung der im Bau befindlichen Kraftwerke, die ihren Strom mit Hilfe von erneuerbaren Quellen erzeugen, um 109 Gigawatt. Das entspricht der Leistung von rund neuen 100 Atommeilern. Die Leistung der im Bau befindlichen Gaskraftwerke ging dagegen um 36 Gigawatt zurück. Grund für den Umschwung sind die rapide fallenden Kosten des grünen Stroms in den vergangenen zehn Jahren. Dadurch liegen diese in einer Beispielrechnung des RMI seit 2018 unter den Kosten fossiler Kraftwerke und sinken in den kommenden Jahren weiter. Deshalb drohten 90 Prozent der geplanten herkömmlichen Kraftwerke, bei Fertigstellung nicht mehr auf ihre Kosten zu kommen. Vor diesem Hintergrund appelliert das RMI, Amerikas Konservative sollten im Stromgeschäft den freien Markt zum Durchbruch verhelfen, nach dem sie immer riefen, wenn er ihnen zum Vorteil gereiche. Denn klar sei: „Saubere Energie gewinnt, wenn sie mit Erdgas unter gleichen Bedingungen konkurrieren darf.“

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