Im Leerlauf ans Ziel

Die Bahn spart durch intelligente Steuerung zehn Prozent Energie – vor allem, indem die Lokführer die Züge ausrollen lassen.

Ein ICE 4 auf dem Bietigheimer Eisenbahnviadukt
Ausrollen lassen spart Strom – ein ICE 4 auf dem Bietigheimer Eisenbahnviadukt (Foto Deutsche Bahn AG /Georg Wagner)

Eine Software hilft deutschen Lokführern dabei Energie zu sparen. Vor allem durch die Nutzung der Masseträgheit der rollenden Züge, drosselt die Bahn ihren Energieverbrauch. Auf der Fernverkehrsstrecke München bis Hamburg sparen die Lokführer durch vorausschauendes Steuern 1300 Kilowattstunden Energie ein – bei jeder Fahrt. Das entspricht dem Jahresstrombedarf eines Einpersonenhaushaltes.

Der Schwung eines auf Fahrgeschwindigkeit beschleunigten ICEs reiche zum Beispiel aus, um den Zug 50 Kilometer ohne weiteren Energieverbrauch und ohne einschränkende Verlangsamung ausrollen zu lassen, teilt die Deutsche Bahn mit. Doch auch im Nahverkehr nutzen die Lokführer verstärkt die Gesetze der Physik im Sinne der Nachhaltigkeit. Die Nahverkehrssparte DB Regio hat in den vergangenen zwei Jahren 240 Millionen Kilowatt Strom eingespart. Das entspricht dem Energiekonsum einer Mittelstadt.

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