Weniger CO2 durch neues Gaskraftwerk

Mit dem Abschied von der Kohleverstromung am Standort Marl verringert der Chemiekonzern den Kohlendioxid-Ausstoß um eine Million Tonnen pro Jahr.

Chemiepark Marl aus der Luft (Foto: VegaAtoo)

Das in Bau befindliche Gas- und Dampfkraftwerk von Evonik auf dem Chemiepark Marl soll vom 1. Quartal 2022 an jährlich eine Million Tonnen weniger Kohlendioxid ausstoßen als das bisherige dortige Kohlekraftwerk, kündigte der Essener Chemiekonzern an. Die Anlage mit einer Gesamtleistung von 270 Megawatt soll die über 100 Produktionsstätten von Evonik in Deutschlands drittgrößtem Chemiestandort mit Strom und Energie sowie 200 Haushalte im Ruhrgebiet mit Wärme versorgen. Konzernchef Christian Kulmann hatte sich vor kurzem gegen einen Baustopp der Pipeline Nordstream 2 als Reaktion auf die Vergiftung des russischen Nationalisten und Kremlkritikers Alexei Nawalny ausgesprochen. Deutschland brauche das Erdgas aus Russland.

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