Gefährlich wie Kekse?

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde hält die Klimaziele nur mit Kernkraft für erreichbar und provoziert mit einem gewagten Vergleich.

IAEA-Chef Grossi spekuliert, was wäre, wenn es Erkenntnisse gäbe, dass Backwaren verrückt machen (Foto: RitaE / pixabay)

Der Chef des Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, Rafael Grossi, sieht im deutschen Atomausstieg einen Sonderweg, der wissenschaftlich nicht zu begründen sei, um auf diese Weise den CO2-Ausstoß zu mindern. Dabei wandte sich der Argentinier indirekt gegen die Argumente eines zu hohen Risikos nach den Katastropen in Tschernobyl 1986 und Fukushima 2010, derentwegen etwa auch Italien und die Schweiz den Atomausstieg beschlossen. Es gelte jedoch, Projektionen auf Basis der besten verfügbaren Informationen und wissenschaftlichen Erkenntnisse zu machen, so Grossi. Würde man das Restrisiko auch in anderen Lebensbereichen zur Richtschnur machen, ginge gar nichts mehr. «Sie könnten nicht fliegen, weil etwas passieren könnte. Sie könnten nichts essen, weil es wissenschaftliche Erkenntnisse geben könnte, die herausfinden würden, dass das Essen von Keksen sie verrückt macht.»

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