Meister Isegrim auf dem Vormarsch

Nach jüngsten Erhebungen hat sich der Bestand an Wölfen in Deutschland auf 128 Rudel erhöht. Immer mehr Tiere sterben durch den Autoverkehr.

Laut Bundesamt für Naturschutz (BfN) wurden in Deutschland von Anfang Mai 2019 bis Ende April dieses Jahres 128 Wolfsrudel registiert. „Der Wolfsbestand in Deutschland nimmt zu“, sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel. Das Vorkommen habe sich insbesondere im Norden und Nordwesten weiter vergrößert. Erstmals seit zehn Jahren sei wieder ein sesshafter Wolf in den bayerischen Alpen bestätigt worden. Zugleich hat sich die Zahl tot aufgefundener Wölfe in den vergangenen drei Jahren von 61 auf 126 mehr als verdoppelt. 98 davon starben unmittelbar durch den Straßenverkehr, bei 28 wurden Einschüsse festgestellt. „Der Wolf ist und bleibt eine streng geschützte Art“, so BfN-Chefin Jessel. „Das illegale Nachstellen und das Töten von Wölfen sind strafbar.“

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