Stromrebellen helfen Solarpionieren

Der alternative Energieversorger aus dem Schwarzwald kauft Strom von Kleinanlagen, deren Förderung abgelaufen ist.

Solardachfamilie im Schwarzwald mit Photovoltaik-Anlage auf dem Scheunendach im Schwarzwald (Foto: EWS)
Schwarzwälder Solardachfamilie mit Photovoltaik-Anlage auf dem Scheunendach (Foto: EWS)

Die Vergütung der Besitzer von Solaranlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) war ein großer Erfolg. Über 1,5 Millionen Anlagen wurden in den vergangenen 20 Jahren errichtet. Doch 2021 läuft für die ersten geförderten Solardachbesitzer die Stromabnahme zum Garantiepreis aus. Für die Solarpioniere bedeutet das oftmals ein Rückgang der laufenden Einnahmen um 90 Prozent.

Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) machen nun das Angebot an 250 Betreiber von Solar-Kleinanlagen, für drei Jahre Stromlieferer der EWS zu werden. Der Abnahmepreis liegt dabei deutlich über dem Marktpreis. Die Energierebellen aus dem Schwarzwald, die ihre Genossenschaft nach dem Atomunglück in Tschernobyl gründeten, zahlen bis zu 6 Cent pro Kilowattstunde. Der Marktpreis liegt zurzeit bei zwei bis vier Cent.

EWS-Vorstand Alexander Sladek begründet den Vorstoß: „In Zeiten der Klimakrise ist jede Kilowattstunde regenerativ erzeugten Stroms wichtig.“ Die sogenannten Ü20-Anlagen, also Anlagen deren zwanzigjähriger Förderzeitraum abgelaufen sei, seien Teil der „Vision eines bürgergetragenen, dezentralen und gemeinschaftlichen Energiesystems.“

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