Umwelt- und arbeitnehmerfreundlich

Der niedersächsische Geflügelfleisch-Lieferant Claus ersetzt Plastik- durch Pappverpackung und Werkverträge durch direkte Anstellungen.

Sparen 80 Prozent Plastik: sogenannte Halo-Verpackungen, bei denen die Schale aus Pappe besteht (Foto: Schumacher Packaging

Geht doch! Der mittelständische Geflügelfleisch-Lieferant Claus im niedersächsischen Westerstede nutzt den wachsenden Druck auf sein Gewerbe gleich zu zwei weitreichenden Veränderungen. Zum einen hat der 190-Mitarbeiter-Betrieb auf sogenannte Haloverpackungen umgestellt, bei denen die Schale aus Papier besteht und auf diese Weise 80 Prozent des Plastiks gegenüber herkömmlichen Fleischverpackungen eingespart werden. Diese tragen seit Jahren zum Anwachsen des Müllaufkommens bei. Zum andern reagiert der Traditionsbetrieb auf den Schindluder mit Leih- und Werkverträgen in der Branche, die im Zuge der Corona-Krise durch die skandalösen Zustände bei dem westfälischen Schlachriesen Tönnies einer großen Öffentlichkeit bekannt wurden, und stellt die Mitarbeiter künftig bei sich direkt an. Er wolle damit „ein Signal an die Branche“ senden und ein „Zeichen für Menschlichkeit und Zusammenhalt“ setzen, so Geschäftsführer Stefan Claus.

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