Besseres Leben und Sterben fürs Federvieh

Aldi unterstützt als erster Lebensmittelhandelsriese in Deutschland die Europäische Masthuhn-Initiative für artgerechte Tierhaltung.

Moderne Hühnerhaltung
Hühnerhaltung – neue Tierschutzära beginnt (Foto: creisi/Pixabay)

Die Initiative ist ein Zusammenschluss von 30 Tier- und Naturschutzorganisationen, darunter Greenpeace und die Albert Schweizer Stiftung. Die NGOs fordern von den Hühnermästern mehr Platz für die Tiere, Tageslicht, Sitzstangen und Beschäftigungsmaterial. Vor allem müsse die Mast auf Rassen umgestellt werden, die langsamer wachsen. Ebenso wendet sich die Initiative gegen das Schreddern männlicher Küken oder die massenhafte Verfütterung von Antibiotika.

Die beiden verbrüderten Giga-Discounter Aldi Nord und Aldi Süd hatten bereits in den vergangenen Jahren die Ansprüche an ihre Lieferer hochgeschraubt. Schon seit zehn Jahren gibt es bei Aldi keine Eier aus Käfighaltung; die Lebensmittelhändler aus dem Ruhrgebiet nahmen damit die spätere gesetzliche Regelung Jahre vorweg. Auf das Kükentöten müssen die Aldi-Lieferer ab 2222 verzichten.

In einer Verlautbarung äußerte Aldi Süd seine Hoffnung, dass weitere Lebensmittelriesen sich dem Schritt anschließen. „Wir wollen nicht der einzige bleiben“, heißt es auf der Blogseite des Einzelhändlers, „und wünschen uns, dass die gesamte Branche das Tierwohl als Teamwork ansieht.“ Die Tierschützer reagierten geradezu enthusiatisch. Mit der Selbstverpflichtung von Aldi begänne eine neue Tierschutz-Ära, meinte Mahi Klosterhalfen, Präsident der Albert Schweizer Stiftung.

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