Aus tiefem Tal

Der Neubau von Windrädern in Deutschland hat in diesem Jahr enorm zugelegt, verharrt allerdings auf niedrigem Niveau.

Ausbau der Windenergie an Land lahmt (Sebastian Ganso/Pixabay)
Ausbau der Windenergie an Land lahmt (Sebastian Ganso/Pixabay)

Obwohl Deutschlands Onshore-Windmüller in den ersten drei Quartalen deutlich mehr Leistung in Betrieb nahmen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, dürfte 2020 eines schwächsten Jahre seit der Jahrtausendwende werden. Vor allem im Vergleich zu den vergangen zehn Jahren fällt 2020 weit ab. Bis Ende September gingen 269 Neuanlagen mit einer Leistung von 878 Megawatt ans Netz. Das entspricht deutlich weniger als der Leistung eines Atomkraftwerks Damit liegt die neu installierte Leistung zwar siebzig Prozent über dem Vorjahreszeitraum – allerdings auch rund siebzig Prozent tiefer als der durchschnittlich Wert in den ersten neun Monaten der Jahre 2014 bis 2018.

Dies ist dem jüngst erschienen Bericht der Fachagentur Windenergie an Land zu entnehmen. Bis zum Jahresende rechnet die Fachagentur mit einer Ausbauleistung von rund 1500 Megawatt. Das ist die Hälfte von dem, was die Bundesregierung erwartet hatte. Der Bericht der Fachagentur nennt als Gründe für den zögerlichen Ausbau die zahlreichen Klagen gegen bereits erteilte Genehmigungen, komplizierte Genehmigungsverfahren und lange Realisierungszeiten.

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