Elektroschocker für die Scholle

Eine spezielle Behandlung der Ackerböden soll helfen, den Einsatz des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels von Bayer überflüssig zu machen.

Eine Wonne für Auge und Natur, eine Pein für den Landwirt – Kornblumen im Getreidefeld (Foto: Gerhard Gl. / pixabay)

Im niedersächsischen Königslutter versuchen zwei Bauern, dem Unkraut auf den Feldern auch ohne das umstrittene Glyphosat von Bayer Herr zu werden.  Dazu testen sie biologische, mechanische und elektrophysikalische Methoden der Bodenbearbeitung. Zu den biologischen Methoden zählt die gezielte Untersaat. Damit ist das Einsäen etwa von Futterpflanzen zum Beispiel nach der Maisernte gemeint, wodurch die unkontrollierte Ausbreitung von Unkraut auf brachliegenden Flächen unterdrückt wird. Das aufsehenerregendste Mittel ist Strom, den ein Trecker mit Hilfe von Metallbändern in das aufkeimende Unkraut jagt. Entgegen den bisherigen Befürchtungen tötet die Methode weder Würmer noch Kleinstlebewesen. Die Versuche sind Teil des Forschungsprojekts „Smarte Unkrautkontrolle“ der Gesellschaft für Konservierende Bodenbearbeitung (GKB) im brandenburgischen Neuenhagen und werden vom Land Niedersachsen sowie der EU gefördert.

ANZEIGE

Mehr: Agrarheute