Niedersachsens Umweltminister kritisiert Proteste

Kernkraftgegner widersprechen: „Demonstrationen gegen Atommüllverschiebereien bleiben notwendig.“

Nach der Ankunft des wiederaufbereiteten deutschen Atommülls aus dem englischen Sellafield in einem Zwischenlager im hessischen Biblis am gestrigen Mittwoch hält die Auseinandersetzung um den Transport in den strahlungssicheren Castorbehältern durch Deutschland an. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) kritisierte die Proteste entlang der Bahnstrecke von Nordenhamm an der Nordsee bis Biblis, da der Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen, Deutschland aber weiter zur Rücknahme des deutschen Atommülls aus der englischen Wiederaufbereitungsanlage verpflichtet sei. Das Vorstandmitglied Udo Buchholz vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz hingegen betonte, dass  in Deutschland auf absehbare Zeit kein Endlager für Atommüll in Sicht sei und in den vorhandenen Atomkraftwerken weiterhin Atommüll produziert werde. „Demonstrationen gegen Atommüll-Verschiebereien“, so Buchholz,  seien und blieben deshalb „zwingend notwendig“.

Beladung eines Castorbehälters mit Atommüll (Foto: Dennis)

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