Alaska
Trump plant, noch schnell die Natur zu verschandeln

Sein republikanischer Vorvorgänger George H. W. Busch verhinderte die Eingriffe noch. Nun will der abgewählte US-Präsident Donald Trump bis zur Amtsübergabe im Januar doch noch Lizenzen zur Öl- und Gasförderung im nördlichsten Naturschutzbiet des Landes vergeben.

Tundra-Landschaft im Arctic National Wildlife Refuge im Nordosten des US-Bundesstaates Alaska

Die Region wird von den angestammten Bewohnern Izhik Gwats’an Gwandaii genannt, auf Deutsch: der Ort, an dem alles Leben beginnt. Denn hier bringen die weiblichen Tiere der rund 150 000 Exemplare großen Rentierherde ihren Nachwuchs zur Welt. Dass dies so bleibt im Naturschutzgebiet Arctic National Wildlife Refuge im amerikanischen Bundesstaat Alaska, davon sind die Gwich’in-Indianer in diesem Landstrich wirtschafltich abhängig. Trotzdem hat der abgewählte US-Präsident Donald Truimp jetzt Unternehmen aufgerufen, ihr Interesse an der Öl- und Gasförderung in dem 80 000 Quadratkilometer großen Gebiet (größer als Bayern) zu bekunden.

Offensichtlich will Trump die Lizenzen für die schweren Eingriffe in das einzigartige Ökosystem mit 45 Arten von marinen und landlebenden Säugetieren sowie 36 Fisch- und 180 Vogelarten noch vor dem Amtsantritt seines demokratischen Nachfolgers Joe Biden am 20. Januar 2021 vergeben. Der hatte sich gegen die Gas- und Ölförderung in dem Naturschutzgebiet ausgesprochen.

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