Essgewohnheiten
Menschheit futtert sich dick und krank

Der Griff zu ungesundem Essen schädigt auch die Umwelt, schlagen Forscher Alarm. Setzt sich der Trend zu Fast Food fort, schleppt bald die Hälfte der Erdbevölkerung viele zu viele Kilo mit sich herum. Zugleich leiden viele Menschen Hunger.

Frau verschlingt eine Portion Pommes Frites
Schnell und ungesund Bald vier Milliarden Übergewichtige Foto: Pixabay

Pommes, Gummibärchen, Burger – wo die Menschen es sich leisten können, greifen sie immer öfter zu Kalorienhaltigem. Auf der Strecke bleibt eine ausgewogene Ernährung. Das wirkt sich gleich mehrfach negativ aus, beklagt eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Ändert sich nichts an den Essgewohnheiten, sorgen sich die Autoren, wird mit vier Milliarden fast die Hälfte der Weltbevölkerung Mitte des Jahrhunderts übergewichtig sein – 1,5 Milliarden Menschen sogar fettleibig. Der übermäßige Konsum von tierischen Eiweißen, Fett und Zucker erhöht das Risiko, an Diabetes, Krebs oder Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken, heute schon weit verbreitete Volkskrankheiten.

Während die einen mit den Pfunden kämpfen, sind 500 Millionen Menschen im Jahr 2050 unterernährt, prognostizieren die Forscher. Die Konsequenz laut PIK-Hauptautor Benjamin Bodirsky: „Das Ziel der Vereinten Nationen, den Hunger weltweit zu besiegen, wird nicht erreicht.” Der wachsende Fleischkonsum schädigt zugleich das Klima. Denn um ausreichend Futter für Rinder und Schweine erzeugen zu können, müssen Wälder abgeholzt und in Weide- oder Anbauflächen umgewandelt werden. Zusätzlich droht eine Überdüngung der Felder. In der Folge erhöht sich der Ausstoß von Treibhausgasen, warnen die Wissenschaftler. Mehr: Nature PIK