Start-up-Szene
Tier trotzt der amerikanischen Konkurrenz

Der europaweit tätige E-Scooter-Vermieter Tier sammelt 250 Millionen Euro bei Investoren ein. Mit der Finanzspritze steigen die Berliner zu einem der wertvollsten deutschen Start-ups auf. Können sie gegen die US-Rivalen Lime und Bird bestehen?

E-Scooter im Straßenverkehr
Wer hat die Nase vorn? Kampf um die Vorherrschaft bei der Mikromobilität in Europa Foto: Tier

Als Antwort auf Klimawandel und Feinstaub haben elektrisch angetriebeneTretroller und Mopeds Zukunft – vor allem im Stadtverkehr. Der reichste Japaner, Masayoshi Sen, der unter anderem den Tech-Konzern Softbank kontrolliert, ist davon offensichtlich überzeugt und wird neuer Großinvestor bei den Berlinern. Und er traut ihnen augenscheinlich zu, dass sie gegenüber den finanzstarken US-Konkurrenten Lime und Bird zumindest auf dem deutschen und europäischen Markt nicht den Kürzeren ziehen, wie das sonst oft im Start-up-Markt passiert.

Tier hat allein 60 000 Tretroller in 80 Städten am Start, in denen das Unternehmen auch Scooter zur Vermietung anbietet. Allerdings bisher in weit kleinerer Zahl. Mit dem frisch eingesammelten Geld wollen die Hauptstädter zügig expandieren. Die „Financial Times“ taxiert den Wert des Unternehmens bereits auf 850 Millionen Euro. Ein Grund für das große Investoreninteresse dürfte sein, dass Tier nach Angaben von Mitgründer Lawrence Leuschner bereits profitabel ist. Mehr: RND