Kernenergie
Atomkraft nein danke! Viktoria hält am Ausstiegsbeschluss fest

Anders als der neue US-Präsident Joe Biden sieht der australische Bundesstaat keine Grundlage für ein Revival der nuklearen Energie. Zu teuer, ohne staatliche Subventionen unrentabel, zu riskant, fand ein Gutachten des Parlaments jetzt heraus.

gefaktes Ortschild vor Kühlturm wirbt für Ökostrom statt Atomenergie
Vorfahrt für Ökostrom Gleiches Motto für Victoria Foto: 4941 on Pixabay

Es ist unter Klimaschützern weltweit durchaus eine Diskussion, ob die CO2-freie Energieerzeugung aus Kernspaltung ein Baustein gegen den Treibhauseffekt sein sollte. Biden und sein frisch nominierter Klimabeauftragter John Kerry wollen vor allem die Option neuartiger kleiner kostengünstiger Meiler prüfen, sogenannter Small Modular Reactors (SMR). Sie werden in Fabriken vorgefertigt und zur Baustelle gefahren. Die Brennstäbe stecken in einer Stahlhülle.

Das Expertengremium in Melbourne hat sich zwar nicht explizit mit dieser Variante beschäftigt, kommt jedoch zu einem klaren Schluss: Nuklear sei die teuerste Option unter allen heutigen Technologien zur Energiegewinnung. Dem australischen Forschungsinstitut CSIRO zufolge produzieren Windräder und Fotovoltaikanlagen Strom auf dem fünften Kontinent zu weniger als einem Fünftel der Kosten. Zudem hätten Befürworter der Atomkraft kein wirkliches, auf Fakten gestütztes Argument vorlegen können, dass stärker wiege als die bekannten und nachgewiesenen Risiken, heißt es in dem Bericht weiter.

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