Akku-Fabrik
Airbus der Batterien

Stößt Renault zu dem Batterie-Bündnis zwischen dem französischen Autokonzern PSA, dessen Tochter Opel und dem Batteriehersteller Saft des Energieriesen Total hinzu?

Europäische Gigafabriken in Deutschland und Frankreich sollen Versorgung der Autobauer sichern.
Europäische Gigafabriken in Deutschland und Frankreich sollen Versorgung der Autobauer sichern (Foto: PSA)

Das europäische Batterie-Projekt unter französischer Federführung namens Automotive Cells Company (ACC) kommt weiter voran. Spätestens in drei Jahren soll die Produktion eine Gesamtvolumen von acht Millionen Kilowattstunden erreichen, 2030 eine Kapazität von 48 Millionen Kilowattstunden. Mit im Boot sind der PSA-Konzern (Peugeot, Citroën), dessen Tochter Opel und Saft, ein Batteriehersteller des französischen Energiegiganten Total. Das Komponenten-Werk von Opel in Kaiserslautern soll einer der Hauptstandorte werden und nach dem Ausbau etwa die Hälfte der Batterien produzieren. Drei weitere Standorte befinden sich in Frankreich. Im nordfranzösischen Douvrin wird eine zweite Giga-Factory gebaut, im westfranzösischen Nersac entsteht eine Pilotfertigung. Die Entwicklungsabteilung von ACC wird in Bordeaux arbeiten.

Schon kurz nach der Bekanntmachung zur Gründung des Joint Ventures kursierten Gerüchte über den möglichen Einstieg von Renault – vor allem, nachdem der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire im Mai seine Erwartung geäußert hatte, dass der zweitgrößte französische Autobauer sich der Allianz anschließt. ACC-Chef Yann Vincent hatte im September nachgelegt und Renault noch einmal eingeladen, sich am Aufbau des „Airbus der Batterien“ zu beteiligen.

Das europäische Projekt gilt für die EU-Kommission als „Important Project of Common European Interest“ und soll als solches 1,3 Milliarden Euro Zuschüsse erhalten. Insgesamt sind Investitionen für fünf Milliarden Euro geplant.

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