Elektroautos
Chinesische Start-ups schlagen deutsche Konzerne

Nicht nur Pionier Tesla aus den USA, auch der eine oder andere E-Fahrzeugbauer aus dem Reich der Mitte hat BMW und Daimler beim Börsenwert aktuell überholt oder zumindest eingeholt. Für die hiesigen Platzhirsche ist es zwei vor zwölf.

Blauer Himmel über Chinas Straßen? Werbung des aufstrebenden Elektrauto-Start-ups Nio aus Shanghai (Foto: Nio)

Schon mal was von Xpeng oder Li Auto gehört? Die beiden Namen waren bis vor kurzem nur Insidern bekannt, stehen inzwischen aber für zwei von drei Elektroauto-Bauern in China, die Anlauf nehmen zum Angriff auf die etablierten deutschen Hersteller. Beim Börsenwert zeigt die Großoffensive bereits erste Erfolge.

Nio, als Tesla von China gerühmt, in Anlehnung an den gleichnamigen US-E-Autopionier, kommt aktuell beim Wert aller seiner Aktien auf 61,4 Milliarden Euro. Damit zieht das Unternehmen aus Shanghai, das kaum fünf Jahre alt ist, nicht nur mit dem deutschen Traditionshersteller Daimler gleich, sondern übertrifft um fast rund 13 Milliarden auch schon dessen Münchner Konkurrenten BMW. Zusammen mit den Wettbewerbern Xpeng und Li Auto Chinas liegt das Vorzeige-Start-up unter den chinesischen E-Autoherstellern sogar um rund 15 Milliarden Euro über dem Börsenwert des weltgrößten Autokonzerns Volkswagen.

Experten sehen China dank seiner Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen, dem hohen Wirtschaftswachstum und der massiven staatlichen Unterstützung als das Land, in dem sich die Führerschaft auf dem Weltmarkt für Elektroautos in den kommenden Jahren entscheiden werde.

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