Versicherungen
Axa und Swiss Re sind am saubersten

Immer mehr Assekuranz-Konzerne weigern sich, ihre Leistungen Unternehmen anzubieten, die Geschäfte mit fossilen Energieträgern absichern wollen. Auch beim deutschen Marktführer Allianz verstärken sich die Absatzbewegungen – wenn auch zögerlich.

Braunkohle-Tagebau Garzweiler in Nordrhein-Westfalen (Foto: Herbert Aust / pixabay)

Die Versicherungskonzerne ziehen sich immer weiter von Unternehmen zurück, die Geschäfte mit Kohle und anderen klimaschädlichen Energieträgern absichern wollen. Fast die Hälfte der Rückversicherer, die anderen Versicherern Teile der Risiken abnehmen, hat ihre Leistungen gegenüber Kohlefördern inzwischen eingeschränkt, das sind mehr als viermal so viel wie 2017. Am weitesten hat der französische Assekuranzriese Axa sein Angebot reduziert, gefolgt von der Schweizer Rückversicherung Swiss Re und dem deutschen Wettbewerber Hannover Re. Das ist das Ergebnis neuester Erhebungen von Insure our Future, einem internationalen Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen gegen den Klimawandel.

Lediglich auf Platz elf der 30 untersuchten Versicherungskonzerne weltweit landet Deutschlands Branchenführer Allianz. Die Münchner hätten in diesem Jahr zwar entschieden, neben neuen Kohlekraftwerken und -minen auch Kohleunternehmen von der Versicherung auszuschließen. Bei Öl und Gas habe sich jedoch nichts getan, so die an Insurance our Future beteiligte deutsche Umweltorganisation Urgewald.

Mehr: Insure our Future, Urgewald