Landwirtschaft
Dürren heizen Kampf ums Wasser an

Bei einem globalen Temperaturanstieg um bis zu drei Grad müssten allein in Deutschland zwei Millionen Hektar Felder zusätzlich bewässert werden, um die gleiche Ernte zu erzielen, in den USA sogar 14 Millionen. Auseinandersetzungen um das knappe Nass sind vorgezeichnet.

Bewässerung von Maisfeldern macht den Anbau vielfach unwirtschaftlich (Foto: Joseph Fulgham / pixabay)

In Deutschland werden im Sommer vor allem Gemüsefelder, Obstplantagen und Weingärten bewässert. Bei Getreidefeldern wäre dies zu teuer. Steigt die globale Temperatur um bis zu drei Grad, bliebe vielen Bauern aber nichts anderes übrig, wollten sie so viel ernten wie bisher. Ingesamt müssten dann voraussichtlich zwei Millionen Hektar zusätzlich bewässert werden, das enspricht in etwa der Fläche des Bundeslandes Hessen. In den USA wären es sogar 14 Millionen Hektar, rund 40 Prozent der Fläche Deutschlands.

Die Möglichkeiten, diese benötigten Wassermengen aufzubringen, etwa durch den Bau von Speichern oder das Anlegen von Weihern, sind begrenzt. Denn in den kalten Jahreszeiten würde nicht genug Regen fallen, um die Vorräte ausreichend aufzustocken. Die Folge wären Konkurrenzkämpfe um das Wasser etwa in den Flüssen, das dann der Binnenschiffahrt fehlen würde. Oder die Entnahme aus den Flüssen zur Kühlung von Kraftwerken würde eingeschränkt, damit die Wassertemperatur für die Fische nicht zu hoch wird.

Dies ist das Ergebnis einer Studie der National Academy of Science of the United States of America, die dazu auch zwei Grafiken veröffentlicht hat. Grafik A zeigt in Rot die landwirtschaftlichen Flächen, die zusätzlich bewässert werden müssten, um bei einem globalen Temperaturanstieg bis zu drei Grad die bisherige Ernte zu erreichen. Grafik B listet auf, wie viel Millionen Hektar dies pro Land wären.

Mehr: PNAS, agrarheute