Guter Vorsatz
Vegan das Klima retten

Mehr als 100 Promis unterstützen zum Jahreswechsel einen Aufruf zum Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung und geloben, sich selbst daran zu halten. Der Verzicht auf Fleisch und Eier soll die CO2-Bilanz verbessern, Pandemien vorbeugen und die Gesundheit fördern.

Flechtkorb mit Kohl, Kürbis, Zwiebeln und Kartoffeln
Kürbis, Kartoffel, Kohl und Co. Wirksame Medizin gegen den Klimawandel
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Beatle Paul McCartney hat den Appell der britischen Gemeinwohlorganisation Veganuary, zu deutsch: Veganismus, ebenso unterzeichnet wie die Affenforscherin Jane Goodall, der Schauspieler Ricky Gervais und das Model Lily Cole. Sie setzen sich darin für eine Welt ohne Schlachthöfe und Massentierhaltung ein. Der bekannte Tierfilmer und Umweltaktivist Chris Packham nutzt die Initiative für ein flammendes Plädoyer: „Den Planeten zu vermüllen, tut niemandem von uns gut. Veganer zu sein ist ein großartiger Weg, die Natur zu erhalten und nachhaltig zu leben.“

Unbestritten ist einer jüngsten Studie der Universität Oxford zufolge, dass ohne eine radikale Abkehr von unserer stark fleischlastigen Ernährungsweise, hin zu einer vorwiegend pflanzlichen Kost, die Erderwärmung nicht aufzuhalten ist. Derzeit gehen bis zu 37 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen auf des Konto der Nahrungsmittelproduktion.

Die Anhänger des Veganismus reklamieren zudem für sich, eine strikt pflanzliche Kost würde zahlreichen Krankeiten vorbeugen. Krebs, chronische Entzündungen, Herzleiden und Allergien führen sie zum Beispiel an. Ob die Ernährungsweise den Körper tatsächlich mit allen notwendigen Nährstoffen ausreichend versorgt und nicht auch gefährliche Nebenwirkungen auftreten können, ist in der Fachwelt allerdings durchaus umstritten. So warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung etwa vor Jodmangel und der Gefahr einer krankhaft vergrößerten Schilddrüse.

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