Silvester
Qual für Katz, Kuh und Kauz

Das Böllervergnügen ist für Haus-, Nutz- und Wildtiere der pure Horror. Besonders Haustiere sind betroffen. Die Bundestierärztekammer weist darauf hin, dass auch häufig Rinder und Pferde in Panik Zäune durchbrechen. Für Wildtiere, die zunehmend in menschlicher Nachbarschaft leben, endet der Böllerspaß oft tödlich. Tierschützer befürworten ein dauerhaftes Verbot.

Schafherde im Winter - In Panik durch die Zäune
Schafherde im Winter In Panik durch die Zäune (Scott Payne/Pixabay)

Feuerwehren, Polizei und Tierärzte haben in den Tagen um Neujahr viel zu tun, weil Tiere aus Angst vor dem Lärm von Böllern und dem Licht der Feuerwerke ausbrechen. Zum aktuellen Jahreswechsel dürften wegen der coronabedingten Einschränkungen allerdings weniger Tiere betroffen sein.

Das Aufblitzen der Feuerwerke, der Lärm der Knaller signalisiert den Tieren Gefahr und löst Fluchtreflexe aus. In den vergangenen Jahren war es immer wieder zu panikartigem Weglaufen gekommen. Fluchttiere wie Schafe, Pferde und Kühe rannten durch Zäune, verletzten sich dabei und gefährdeten Mensch und Verkehr. Auch in Ställen kam es laut Deutscher Umwelthilfe zu Verletzungen. Bundesweite Statistiken liegen nicht vor.

Der Naturschutzbund Deutschland NABU weist darauf hin, dass der Knallspaß für viele Wildtiere in Parks und stadtnahen Wäldern das Ende bedeutet. Aufgeschreckt laufen Landtiere planlos ins Weite, fliegen Vögel in große Höhen und verlieren dadurch die Energie, die sie zum Überwintern brauchen. In Leipziger Parks beispielsweise finden sich, dem NABU zufolge, an den Stellen, wo große Schlafgemeinschaften von Vögeln hausen, nach jedem Jahreswechsel verletzte und tote Tiere.

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