Fasten
Mach mal Pause!

Über die Feiertage dürfte es für viele – kulinarisch gesehen – gerne ein bisschen mehr gewesen sein. Mit Jahresbeginn ein wenig kürzer zu treten, tut nicht nur Geist und Magen gut. Es stärkt auch die Gesundheit – und hilft überdies Umwelt und Natur zu generieren.

Hand hält einen Apfel
Kleinere Portionen, längere Esspausen Auf die Signale des Körpers hören
Foto: congerdesign on Pixabay

Gänsebraten, Plätzchen, Sekt und Wein – was schon seit langem in vielen Haushalten zum geliebten Ritual zum Jahreswechsel gehört, dem frönte sicher der ein oder andere in tristen Coronazeiten besonders üppig, Anfressen gegen den Frust sozusagen. Doch leider quält jetzt mitunter ein unangenehmes Völlegefühl, und die Kilos um die Hüfte sind nicht weniger geworden. Wie bekommt man sie nur wieder weg?

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Fasten ist ein lang bekanntes Hausmittel. Doch gleich ganz auf Nahrung verzichten? Es gibt eine Methode, die einem deutlich weniger Festigkeit abverlangt: das Intervallfasten. Experten wie Christian Sina, Direktor des Instituts für Ernährungsmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, empfehlen es, weil es sich zumeist ohne große Umstellungen in den gewohnten Alltag integrieren lasse. Das Prinzip ist einfach: Acht Stunden darf gegessen werden, danach ist 16 Stunden Pause. Dieses Intervall, sagen die Fachleute, entfalte die beste Wirkung.

Was aber passiert im Körper während der Enthaltsamkeit? Vereinfacht gesagt erhalten die Zellen die Chance zur Reparatur und Selbstreinigung. Dabei werden Substanzen und Zellbestandteile, die sich durch den Stoffwechsel angesammelt haben und eigentlich Abfall sind, entsorgt. „Wir wissen mittlerweile, dass Intervallfasten bei Übergewicht, erhöhtem Diabetesrisiko, aber auch bei verschiedenen Entzündungserkrankungen eine gesundheitsfördernde Wirkung haben kann«, sagt Sina.

Und als hübscher Nebeneffekt purzeln mitunter die Pfunde. Dafür wird es höchste Zeit. Denn jüngsten Studien zufolge schleppt schon fast die Hälfte der Menschheit zu viele Kilos mit sich herum. Und auch das könnte Ansporn sein: Von einer radikalen Umstellung unserer Ernährungsweise – kleinere Mengen, weniger Fleisch, viel pflanzliche Kost – hängt ab, ob der Klimawandel noch aufzuhalten ist.

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