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Siemens holt Emirat Katar für die Speicherung von Strom in Batterien an Bord

Mit Katar als neuem Co-Aktionär wappnet sich Siemens, um eine entscheidende Lücke bei der Energiewende schließen zu helfen: die Speicherung von Strom für den Fall, dass zu wenig Wind weht und die Sonne zu wenig scheint, um genügend Elektrizität zu erzeugen.

Katar hilft Siemens beim Bau von Batterien zur Stromspeicherung
Katars Hauptstadt Doha – vom Ölscheichtum zum Speicher für Solarstrom (Foto: walsarabi / pixabay)

Für ein Geschäft mit einem australischen Kohlebergwerk handelte sich Siemens-Chef Joe Kaeser im vergangenen Jahr viel Kritik von der Klimaschutzbewegung Fridays for Future ein. Gleichwohl polt das Münchner Technologie-Unternehmen seine Zukunft durchaus auch auf grün. Jedenfalls sehen die Bayern ein großes Geschäft auf dem Gebiet der Stromspeicherung in Batterien, um eventuelle Versorgungslücken bei Solar- und Windenenergie zu vermeiden.

Um das Wachstum auf diesem Feld zu finanzieren, hat Siemens das Emirat Katar als neuen Aktionär gewonnen. Katar beteiligt sich für 125 Millionen Dollar mit rund zwölf Prozent am Gemeinschaftsunternehmen Fluence Energy, das Siemens 2017 mit dem US-Energieversorger AES gegründet hatte, um dort das Geschäft mit seiner Energiespeicherplattform Siestorage weiter zu betreiben. Fluency will dieses Jahr rund 500 Millionen Dollar umsetzen und gilt heute als führender Anbieter großer Batteriespeicher.

Die 125-Millionen-Dollarspritze aus dem Morgenland soll die internationale Expansion des Geschäfts vorantreiben. Der Betrag enspricht zugleich einem Unternehmenswert von Fluence von rund einer Milliarde Dollar. Der Anteil von Siemens und AES sinkt durch den Einstieg von Katar auf jeweils 44 Prozent.

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