Gewalt
Stilles Silvester: Es lag nichts in der Luft

So wenig Feinstaub war selten zum Jahreswechsel. Das weitgehende Knall- und Feuerwerksverbot bescherte den Bundesbürgern genau das, was sie einander zu Neujahr wünschen: Gesundheit und Sicherheit. Auch die gewohnten Meldungen über abgerissene Hände, Erblindungen und Angriffe durch Feuerwerksgeschosse waren selten.

Nächtlicher Löscheinsatz -Feuerwerksangriffe blieben weitgehend aus
Nächtlicher Löscheinsatz Feuerwerksangriffe blieben weitgehend aus (Lutz Stallknecht/Pixelio.de)

Über allen Wipfeln war Ruh – die Beschränkungen zu Ballerei und Feuerwerk wurde nach Auskunft der Polizei-Behörden weitgehend eingehalten. Über die Folgen der Knall-Abstinenz berichteten nun die Landesumweltämter. So war in Hessen die Luft am ersten Tag des Jahres so sauber wie selten zuvor. An keinem Messstand wurde der Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten. Seit 2005 darf diese Schwelle nur an maximal 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Im vergangenen Jahr war dagegen an über 70 Prozent der hessischen Messstellen der kritische Wert überschritten worden. Maximale Tageswerte lagen seinerzeit bei 150 Mikrogramm pro Kubikmeter. Am diesjährigen Neujahrstag betrug das Tagesmittel nur 30 Mikrogramm.

Auch in Nordrhein-Westfalen meldete das Landesumweltamt gute Luft. Die Werte für Stickoxyde seien nach Mitternacht zwar leicht nach oben gegangen, aber bei weitem nicht so stark wie in den Jahren zuvor. Wie im vorangegangenen Jahr hatte zu Silvester in NRW eine Inversionswetterlage geherrscht, die mit geringer Luftbewegung verbunden ist.

Für die Sicherheitskräfte und die Feuerwehren war der Jahreswechsel 20/21 eine wohltuende Ausnahme. In Berlin brannte zwar ein Supermarkt ab, weil dort unverkaufte Feuerwerkskörper gelagert waren. Ansonsten blieb es in der traditionell aggressiv-bölleraffinen Hauptstadt ruhig. Die über der Stadt kreisenden Polizeihubschrauber verzeichneten trotz des Verkaufsverbots Feuerwerke und Böllerei, jedoch in deutlich geringerem Maße als sonst. In Hannover musste die Feuerwehr elfmal ausrücken – das entspricht nur einem Zehntel der Einsätze im Vergleich zum Vorjahr.

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