Energie
Solaranlagen geradezu aus den Händen gerissen

Das vergangene Jahr war für die Branche eine Sonnenperiode. Elektroinstallateure und Solardachbauer freuten sich über ein Wachstum von mehr als einem Viertel. Fast jede zehnte Kilowattstunde, die in Deutschland verbraucht wurde, kommt aus der Photovoltaik.

Solardach - Goldgräberzeit für die Branche
Solardach Goldgräberzeit für die Branche (RoyBuri/Pixabay)

Egal ob Solarzellen, Solarspeicher oder Solarkollektoren – im vergangenen Jahr wurden sie der Branche aus Hand gerissen. Selbst unter Pandemiebedingungen sei eine „überwältigende Investitionsbereitschaft bei privaten Verbrauchern und in der Wirtschaft gegeben“, sagt Carsten Körnig, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW). Das Jahr 2020 sei für die Branche eine Herausforderung gewesen.

Keine andere Energieform legte bei der Stromerzeugung so zu wie die Solarenergie. Das Ende ist jedoch noch lange nicht erreicht. Die Bundesregierung will bis 2030 die solare Leistung auf zwanzig Prozent der Gesamtstromerzeugung verdoppeln. Klimaexperten halten sogar eine Verdreifachung für nötig. Dem BSW zufolge ist die Solarenergie in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Befeuert werde der Trend zur Sonne durch das Streben der Verbraucher nach mehr Unabhängigkeit, sinkende Preise für Anlagen, verbesserte öffentliche Förderung und die geradezu explodierende Elektromobilität.

Auch in der Solarthermie, also den warmwasserbasierten Anlagen für die Heizung, geht es aufwärts. Nach Schätzungen des Verbandes hat sich die Anzahl der Anträge nach Zuschüssen für Solarthermie-Anlagen im vergangenen Jahr verdreifacht.

Körnig erinnerte die Parteien daran, dass die Klimapolitik bei der diesjährigen Bundestagswahl ausschlaggebend sein könne. Eine Befragung von 2000 Bürgern durch das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag des BSW habe gezeigt, dass 73 Prozent der Befragten der Meinung waren, dass Klimafragen für die eigene Wahlentscheidung wichtig oder sehr seien.

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