Mikromobiliät
Noch so ein Zwitter aus E-Bike und Elektroauto

Erst kam der fränkische KfZ-Zulieferer Schaeffler auf die Idee, seine Expertise für den Bau eines Autos in Gestalt eines vierrädrigen E-Bikes mit Haube zu nutzen. Nun plant der rheinische Fahrradhersteller Canyon ein Velo, das eher wie ein Auto daher kommt.

Karosse zum Selbertreten: Skizze des Canyon Future Mobility Concept für Straße und Fahrradweg (Foto: Canyon).

Die einen, die Autozulieferer, leiden durch Corona und den Übergang zum Elektromotor. Die anderen, die Fahrradhersteller, verdienen sich mit ihren Velos und E-Bikes dank Corona dumm und dämlich. Beide eint jedoch die Suche nach neuen Vehikeln für die Zeit nach der Verkehrswende. Nachdem der KfZ-Ausstatter Schaeffler aus dem fränkischen Herzogenaurach zum Jahreswechsel mit seinem Bio Hybrid eine Art Kleinstwagen mit der Anmutung eines überdachten E-Bikes mit vier Rädern auf den Markt brachte, konntert nun der Fahrradhersteller Canyon aus Koblenz südlich von Bonn mit einem Velo im Gewand eines Miniautos.

Das Gefährt namens Canyon Future Mobility existiert allerdings erst mal noch als Modell bzw. Skizze. Anders als das E-Bike mit Haube und vier Rädern von Schaeffler geht das geplante Vehikel von Canyon über die bisher bekannten Liegefahrräder und Tretmobile hinaus. Mit der 2,30 Meter langen, 1,01 Meter hohen und 83 Zentimeter schmalen Droschke soll sich der Fahrer, angetrieben von der eigenen Körperkraft und unterstützt von einem Elektromotor, mit bis zu 60 Kilometer pro Stunden in den üblichen Autoverkehr einfügen können. Kommt er nicht voran, begrenzt er per Knopfdruck die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 25 und strampelt auf dem Radweg am Stau vorbei.

Was die Kuriosität kosten soll, ist noch unbekannt. Canyon lässt nur durchblicken, dass der Käufer im Vergleich zum Auto jährlich einen vierstelligen Euro-Betrag sparen könne.

Mehr: Spiegel