Naturschutz
Summ, summ, summ, Bienchen summ‘ herum

Überall in Deutschland engagieren sich Menschen, um Firmengelände, Verkehrsinseln oder den eigenen Balkon in bienenfreundliche Flächen umzuwandeln. Zurzeit startet die Aktion „Wir tun was für Bienen“ in die sechste Runde.

Aktivist bei der Arbeit Bienenbestand ist gefährdet (Foto: Wir tun was für Bienen)
Aktivist bei der Arbeit Bienenbestand ist gefährdet (Foto: Wir tun was für Bienen)

Im vergangenen Jahr beteiligten sich 2 400 Teilnehmer an dem Wettbewerb der Stiftung Mensch und Umwelt. Insgesamt entstanden 41 Hektar an Flächen mit blühenden Pflanzen für Bienen, Hummeln und andere Bestäubungsinsekten. „Für den Pflanzwettbewerb sollen heimische Pflanzen gesetzt und Strukturen wie Kräuterspiralen oder wilde Ecken angelegt werden“, sagt Initiatorin des Wettbewerbs, Dr. Corinna Hölzer von Mensch und Umwelt.

Die Bienen und ihre Artverwandten können die Hilfe gebrauchen. Mehr als Hälfte der über 550 heimischen Wildbienen-Arten sind in ihrem Bestand gefährdet. Aber auch die Europäische Honigbiene in Imkerhaltung leidet unter Umweltbelastungen. Heute benötigen Imker dreimal so viele Königinnen wie in den Siebzigerjahren, um den Bestand zu halten. Die Königen leben nicht mehr lang genug. Die genauen Ursachen sind unbekannt.

Hinzu kommt die Belastung durch Milben, die oftmals so stark ist, dass ganze Bienenkolonien zusammenbrechen. Bienen sind im Grunde ziemlich widerstandsfähig, wenn sie hinreichend gutes Futter finden. Da Äcker und Weiden immer weniger Arten beherbergen, fehlt die Pflanzenmischung, die Bienen brauchen. Ein weiteres bewirken neuartige Pestizide wie Neonik, die den Orientierungssinn der Bienen durcheinanderbringen. Die genauen Auswirkungen sind trotz enger zeitlicher Aufeinanderfolge von Lancierung des Pestizids und Bestandsabnahme bei den Bienen noch nicht restlos geklärt.

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