Volkswagen
ID.BUZZ erst mal nur in Europa

Wohlstandshippies und Surfer konnten sie kaum erwarten, die Markteinführung des E-Bullis in 2022. Jetzt müssen sich die Fans zwischen San Francisco und New York mindestens ein Jahr länger gedulden.

ID.BUZZ Für Aus- und Einsteiger (Foto:Volkswagen)

Ursprünglich sollte der Surfertraum 2022 gleichzeitig in den USA und Europa auf den Markt kommen. Daraus wird nichts. US-Volkswagen-Vormann Scott Keogh, verriet in einem Gespräch mit dem Branchendienst Automotive News, dass der ID.BUZZ erst „irgendwann in 2023“ nach Amerika kommen wird. Den Grund verriet er gleich mit: Der neue E-Bus werde nicht wie der PKW-Modelle ID.3 und ID.4 der neuen E-Plattform von VW im sächsischen Werk Zwickau gebaut, sondern in der VW-Nutzfahrzeugfabrik Hannover. Dieses Werk muss aber erst einmal auf die Produktion von E-Autos umgerüstet werden.

Der Großvater des ID.BUZZ namens Bulli, offiziell Typ2 T1 genannt, feierte im vergangenen Jahr seinen 70sten. Inzwischen gibt es die sechste Variante des Kastenwagens. Anders als der legendäre Ur-Bulli, der mit seinen abgerundeten Formen, der großen V-Linie und dem tellergroßem, verchromten VW-Logo auf der Front für Freiheit und Abenteuer stand, ähnelt das aktuelle Modell T6 eher einem braven Arbeitstier. Der ID.BUZZ, dessen Serienproduktion bezeichnenderweise im kalifornischen Pebble Beach vor anderthalb Jahren angekündigt wurde, bricht radikal mit dem Langeweiler-Image und schließt im Design wieder an die Linien des Original-Bullis an: Runde Formen, platte Nase, großes Frontlogo und mit ein bisschen gutem Willen ist auch die V-Linie auf der Front zu entdecken.

Der ID.BUZZ ist trotz aller Nostalgie-Elemente ein Auto von morgen. Die Reichweite beträgt dank eines 111 Kilowattstunden-Akkus über 600 Kilometer. Der Wagen ist mit weniger als fünf Meter Länge eher kürzer als der aktuelle T6. Möglich macht es der E-Antrieb. Weil die gesamte Antriebstechnik im Boden des Autos verschwindet, können acht Menschen bequem in den Wagen sitzen. Und weil der Bulli-Nachkomme voll autonom fährt, darf sich der Fahrer während der Fahrt mit dem Sitz nach hinten drehen und einen Kaffee mit den Mitreisenden trinken.

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