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Amazon fährt auch ein paar Mercedes

Der Handelsriese Amazon will 100 000 Elektroautos für sich Pakete ausfahren lassen. Auch Daimler darf dabei sein und 1 800 strombetriebene Transporter liefern. Zuvor traten die Stuttgarter extra einer Klimaschutzinitiative bei, die Amazon mitgegründet hatte.

Amazon-Gründer Jeff Bezos in grüner Umgebung (Foto: Seattle City Council)

Wes Lied ich sing, des Gunst mir winkt. 2019 gründete der Vater des Handelsriesen Amazon, Jeff Bezos, die Initiative „Climate Pledge“ mit. Darin versicherte er, sein Unternehmen zehn Jahre früher als 2050 auf klimaneutral zu wenden. Dazu wolle er 100 000 Elektroautos anschaffen, um seine Pakete auszuliefern, ohne dabei klimaschädliches Kohlendioxid auszustoßen.

Um nicht leer auszugehen, beschloss der Stuttgarter Autokonzern Daimler, sich ebenfalls der Klima-Initiative von Bezos‘ Gnaden anzuschließen, so sehr die Schwaben bei der Elektrikfizierung ihrer Flotte in den vergangenen Jahren auch auf der Bremse standen. „Durch unseren Beitritt zu ‚The Climate Pledge‘ bekräftigen wir unsere Ambition, den Weg in Richtung emissionsfreier Mobilität und nachhaltiger Fahrzeugproduktion konsequent weiterzugehen“, präsentierte sich Daimler-Chef Ola Källenius plötzlich als E-Auto-Verfechter.

Prompt bekommt nun auch Daimler etwas von der geplanten Amazon-Großbestellung ab. Stolz ließ Källenius verkünden, dass der Online-Gigant auch ihn mit einer Bestellung bedenken werde. Es sei der „bislang größte Auftrag für Mercedes-Benz Elektro-Fahrzeuge“, hallt es vom Neckar. „Mehr als 1.800 batterieelektrisch angetriebene eVito und eSprinter von Mercedes-Benz Vans werden – beginnend noch in diesem Jahr – an Amazon ausgeliefert und innerhalb Europas eingesetzt. Der Auftrag umfasst dabei rund 600 mittelgroße eVito und mehr als 1.200 Fahrzeuge des Large-Size Vans eSprinter.“

Dass dies nicht einmal drei Viertel der 2500 Fahrzeuge sind, die der kleine kanadische Schulbausbauer Lion Electric an Amzon liefert, und das allein bis 2025, ließen die Schwaben unerwähnt. Wer z‘ spät kommt, den b’straft halt der Bezos.

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