Bäume
Bäume am Straßenrand helfen gegen Depressionen

Wissenschaftler in Ostdeutschland haben herausgefunden, dass das Risiko für Depressionen sinkt und die Menschen in Großstädten weniger Medikamente dagegen brauchen, wenn die Straßen um sie herum mit Bäumen bepflanzt sind.

Leipzig während der Baumblüte: Gut fürs Gemüt (Foto: maennerchor / pixabay)

Straßenbepflanzung in Wohngegenden großer Städte kann ein natürliches Hilfsmittel sein, um das Risiko von Depressionen zu sinken und zugleich einen Beitrag  gegen den Klimawandel sowie das Artensterben leisten. Dies sollten Städteplaner, Gesundheitsexperten und Naturschützer stärker berücksichtigen.

Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig, vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, von der Universität in Leipzig sowie der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Die Forscher werteten Daten von fast 10 000 Einwohnern von Leipzig aus und fanden heraus, dass Bäume in unmittelbarer Nähe der Wohnungen offenbar dazu beitragen, dass Menschen weniger Anti-Depressiva verschrieben bekommen. Besonders deutlich zeigte sich dies bei sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen. Zugleich trugen die Bäume den Zahlen zufolge dazu bei, dass die Gesundheit ärmerer Menschen sich nicht so stark von derjenigen besser Gestellter unterscheidet. Die Baumart spielt dabei keine Rolle.

„Dies ist eine gute Nachricht, da Straßenbäume leicht zu bekommen sind und ihre Zahl ohne großen Planungsaufwand vergrößert werden kann“, so Melissa Marselle,  Umweltpsychologin von der De Montford Universität im englischen Leicester und Leiterin der Studie.

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