Offshore-Windkraft
Jetzt hat Vestas die größte Windturbine

Seit Jahren liefern sich Vestas, Siemens Gamesa und GE Renewable Energy einen harten Fight um das leistungsfähigste Windrad auf See. Jetzt stellte Vestas die erste 15-Megawatt-Turbine vor. Die Dänen wollen damit auch Offshore zur Nummer Eins aufsteigen.

Bei Windrädern auf Land ist Vestas Marktführer, jetzt soll das auch mit Turbinen fürs Meer gelingen Foto: en.wikipedia.org

Das Motiv für die verstärkten Offshore-Anstrengungen des Unternehmens aus Aarhus ist klar. Der Markt für Meereswindparks legt kräftig zu, und Proteste gegen die Giganten sind anders als bei Standorten auf dem Festland überschaubar. Nach Angaben des Industrieverbands WindEurope wurden allein in Europa vergangenes Jahr Aufträge in Höhe von mehr als 26 Milliarden Euro für Offshore-Anlagen vergeben.

Laut Vestas kann jedes Exemplar des neuen Windrad-Jumbos im Jahr ungefähr 80 000 Megawattstunden (MWh) Strom produzieren, genug um 20 000 europäische Durchschnittshaushalte ein Jahr zu versorgen. Die saubere Energiegewinnung vermeide 38 000 Tonnen Kohlendioxid, das entspräche dem jährlichen CO2-Ausstoß von 25 000 Pkws, so die Manager.

2024 beginnt die Serienproduktion

Vestas-Chef Henrik Andersen kündigte den Bau des ersten Prototypen für das nächste Jahr an. Die Serienproduktion soll 2024 beginnen und Andersen zufolge rasch hochgefahren werden.

Vergangenes Jahr präsentierte GE in Rotterdam die zu diesem Zeitpunkt stärkste Meeres-Windkraftanlage. Die Rotoren des Power-Monsters durchpflügen die Luft mit einem Durchmessere von 220 Meter. Wie das Siemens-Gamesa-Spitzenmodell leistet die Haliade-Turbine in einer neuen Ausbaustufe 14 MW.

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