Klimaneutralität
Mit Wasserkraft und Wäldern gegen Erderwärmung

Der austro-britische Verpackungshersteller Mondi demonstriert in seinem Werk im niedersächsischen Steinfeld, mit welchen Methoden Unternehmen ihre Produktion auf klimaneutral trimmen können.

Made by Mondi: Verpackung ohne CO2-Fußabdruck (Foto: Mondi)

Wenn Unternehmen nichts mehr zur Erderwärmung etwa durch den Ausstoß von CO2 beitragen wollen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder sie bringen den Verbauch fossiler Energieträger auf null oder sie pflanzen so viele Bäume, dass diese das ausgestoßene CO2 verbrauchen. Der austro-britische Verpackungshersteller Mondi (gut sieben Milliarden Euro Umsatz, rund 26 000 Beschäftigte) hat sich in seinem Werk im niedersächsischen Steinfurt für beides entschieden, um Klimaneutralität zu erreichen.

Schritt 1: Erneuerbare Energie

Nach einer Bestandaufnahme 2019 stellte Mondi in seinem Werk in Steinfurt, in dem zum Beispiel recyclingfähige Verpackung für Tiertrockenfutter produziert wird, auf Wasserkraft und sonstige erneuerbare Energien um. Doch das reichte nicht, um klimaneutral zu werden. Es verlblieb ein CO2-Ausstoß von 1 656 Tonnen, der 2020 aus der Welt geschafft werden musste.

Schritt 2: Aufforstung

Um zu verhindern, dass dieses CO2 zur Erwärmung der Atmosphäre beiträgt, ließ Mondi Wälder anpflanzen, in Brasilien aber auch in einigen Teilen Europas. Diese nehmen das CO2 auf und verwandeln es mit Hilfe von Wasser und Sonnenlicht in Cellulose, also etwa in Holz. Damit soll im Auftrag von Mondi der Luft so viel CO2 entzogen werden, wie das Unternehmen in Steinfeld trotz erneuerbarer Energie ausstößt. Demnächst soll ein ökologisch gefährdetes Moor in der Nähe von Lichtenau in Westfalen aufgeforstet werden.

Geholfen haben Mondi dabei Zertizierungsunternehmen, die sich auf die Klimafreundlichkeit von Unternehmen spezialisiert haben. Die internationale Naturschutzorganisation World Wilflife Fund (WWF) hat Mondi zum nachhaltigsten Papierhersteller gekürt.

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