Smarte Gesundheitsgeräte
Deutsche sind Internetmuffel bei Gesundheitschecks

Blutdruck, Blutzucker, Körpergewicht – im europäischen Vergleich nutzen Deutsche smarte Gesundheitsgeräte mit Verbindung ins Internet allenfalls durchschnittlich, gemessen an den Vorreitern im hohen Norden sogar selten.

Nordlichter vetrauen aufs Internet: Einzig die Jüngeren in Deutschland nutzen überdurchschnittlich häufig smarte Gesundheitsgeräte (Grafik: Statista)

Der Gesundheitscheck via Internet interessiert die Deutschen offenbar nur, wenn die Geräte hipp sind. Rund 15,5 Millionen nutzten im 1. Quartal des vergangenen Jahres coole Gadgets wie Smart Watches oder Fitnessarmbänder, das ensprach einem Anteil von 21 Prozent der Bevölkerung ab zehn Jahren. Geht es um Blutdruck, Blutzucker oder Körpergewicht, sinkt das Vertrauen ins Internet rapide.

In einer Liga mit Holland und Großbritannien

Lediglich jeder Zwanzigste hier zu Lande bedient sich Gerätschaften mit Internetzugang, etwa intelligenter Waagen, um klassische Gesundheitsmesswerte zu kontrollieren. Ähnlich zurückhaltend sind in Europa die Niederländer und die Briten. Das entspricht dem europäischen Durchschnitt. Viermal so groß ist dagegen der Anteil der Nutzer in Island und fast zweineinhalb mal so groß in Dänemark.

Ebenfalls grob im europäischen Durchschnitt (19 Prozent) bewegen sich die deutschen Body-Checker und Selbstoptimierer mit ihren Smart Watches oder Trainern. Die Avantgarde kommt hier allerdings aus Tschechien mit 35 Prozent gefolgt von Finnland mit 33 und Estland mit 31 Prozent.

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