Kohle
Ungarn sagt Kohle früher Auf Nimmerwiedersehen

Während Deutschland sich bis 2038 Zeit lassen will, steigt Ungarn nicht nur früher, sondern jetzt sogar noch fünf Jahre schneller aus der Kohleverstromung aus als geplant. Gelder von der EU machen es möglich.

Kohlemeiler Mátra im nordungarischen Visonta: (Foto: Mátra)

Die Region südlich des Mátra-Gebirges ist bestimmt vom Tagebau. Hier holen die Ungarn seit Jahrzehnten Braunkohle aus der Erde, um mit ihr ähnlich wie im westdeutschen Revier bei Köln und in der Lausitz in Ostdeutschland Strom zu erzeugen. Der CO2-Ausstoß ist gigantisch, klimaschädlicher geht es kaum.

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Doch damit soll jetzt schneller Schluss sein als geplant. Gefördert durch EU-Milliarden will die Regierung das Revier und die Kohleverstromung nun schon 2025 schließen . Das sind fünf Jahre früher als geplant. Damit sind die Magyaren bis zu 13 Jahre schneller als Deutschland, wo es spätestens 2038 vorbei sein soll mit der Kohle.

Für ein kleines Land wie Ungarn mit seinen knapp zehn Millionen Einwohnern, weniger als ein Achtel von Deutschland, ist das Projekt beachtlich: An dem Standort mit seinen Braunkohleblöcken (ingesamt 884 Megawatt Leistung) und zwei Gaskraftwerken (je 33 MW Leistung) hängen fast 2000 Arbeitsplätze.

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