Stromspeicher
Batterie für eigene vier Wände und Industrie

Im bayrischen Landshut arbeiten ein Münchner Start-up und eine Hochschule an einem wirtschaftlichen Stromspeicher, der Elektrizität liefern soll, wenn die Solaranlage nichts abwirft und die Windräder still stehen.

Nicht mehr als fünf Cent pro Kilowatt gespeichertem Strom: Element der geplanten „Weltbatterie“ (Foto: Voltstorage)

Größer geht nicht: „Weltbatterie“ nennen das Münchner Start-up Voltstorage und die Hochschule im bayrischen Landshut den Stromspeicher, den beide gerade zusammen entwickeln. Die Mischung aus Weltneuheit, weltweit einsatzbar und für die ganze Welt soll andeuten, dass die beiden Akteure endlich einen Stromspeicher präsentieren wollen, der im Gegensatz zu den bisherigen Modellen kostengünstig arbeitet. Der soll auf wirtschaftliche Weise die Versorgungslücke schließen, wenn die Solaranlage auf dem Dach mal nichts abwirft und die Windräder still stehen.

Erst für private Haushalte, dann für die Industrie

Das Projekt, das noch knapp ein Jahr läuft, wird vom Bundesforschungs- und -wirtschaftsministerium gefördert. In einem ersten Schritt soll ein Stromspeicher für Privathaushalte mit einer Kapazität von acht Kilowattstunden herauskommen. Damit könnte ein Zwei-Personen-Haushalt im Schnitt zwei bis drei Tage ohne weitere Stromzufuhr auskommen. In einem zweiten Schritt ist ein Großspeicher mit einer Kapazität von 50 Kilowattstunden für Industrie und Gewerbe geplant.

Nicht mehr als fünf Cent pro Kilowattstunde

Entscheidend für den Erfolg der Entwicklung ist, dass die Speicherung den Strom nicht so stark verteuert, dass diese für den Nutzer unwirtschaftlich wird. Ziel ist es deshalb die Speicherkosten auf fünf Cent pro Kilowatt zu begrenzen. Eine solche Batterie, heißt es bei Voltstorage, sei „eine ökologische Alternative besonders für größer skalierbare Gewerbe- und Industriespeichersysteme“.

Mehr: pv-magazine