SUP
Aufrecht und nachhaltig übern See

Auch Stand-up-Paddle-Boards, kurz: SUP, gibt es neuerdings umweltgerecht, das heißt: zu 95 Prozent aus biologisch abbaubarem Material. Doch das Ökobrett für Aufrechtpaddler hat seinen Preis.

Mit einem hölzern Brettchen: Umweltgerechte SUP made in Germany (Foto: Karsten Bergmann / pixabay)

Wer gern stehend über Seen oder durch stille Meeresbuchten paddelt, benutzt dazu meist ein Stand-up-Paddle-Boards, kurz: SUP. Das ist entweder aufblasbar ist oder besteht aus Kunstfasern beziehungsweise ist mit diesen überzogen. Das muss nicht sein, zeigt die Firma Board Lab aus Kiel. Das Start-up aus Deutschlands hohem Norden fertigt ein Brett für Aufrechtpaddler, das nahezu vollständig aus Holz besteht. „Unser Board ist zu 95 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut“, sagt Michael Walther, leidenschaftlicher SUPler und der Kopf hinter der Idee.

Aus Kiri-Holz

Der umweltgerechte Wassergleiter made in Germany trägt den verwegenen Namen „Fanatic Ray Eco“ und wird fast nur aus Kiriholz gefertigt. Der Kiribaum, auch Blauglockenbaum genannt, stammt aus Asien, wächst schnell und wird mittlerweile, zum Beispiel nahe bei Stuttgart, auch in Plantagen gepflanzt. Sein Holz ist leicht und wird für Möbel, Surfboards, Tischtennisschläger sowie feuerfeste Kimonoschränke in Japan verwendet, woher es den Namen „Kiri“ hat. Im Gegensatz zu herkömmlichen SUP aus Holz ist das Paddelbrett aus Kiel nicht mit Glasfasern überzogen, benötigt deshalb auch mehr Pflege.

Hoffnung auf fallende Preise

Das Ökoteil ist nichts für schmale Geldbeutel. Viel Handarbeit und das Ökomaterial sorgen dafür, dass das Brett knapp unter 7000 Euro kosten soll, wenn es nach erfolgreicher Testphase am Prototypen Mitte des Jahres zunächst in kleiner Auflage auf den Markt kommt. Vergleichbare konventionelle Profimodelle kosten eher die Hälfte. Allerdings soll das nicht so bleiben, nachdem irgendwann einmal die Serienproduktion angelaufen sein wird. „Wir hoffen, dass wir irgendwann bei 5.000 Euro landen“, sagt Paddler Walther. „Aber wir werden immer ein bisschen teurer bleiben als herkömmliche Bretter.“

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