Motorräder
Heuler mit Tankatrappe und Wasserstoffpatrone

Nicht nur Schiffe, Lastwagen oder Busse sollen mit Wasserstoff fahren. Der chinesische Smarthphone-Hersteller Xiaomi will nun auch ein Motorrad mit dem klimaneutralen Treibstoff auf den Markt bringen – Reservierung möglich.

Gefühlt wie eine Yamaha: Wasserstoffbetriebenes Motorrad von Xiaomi (Foto: Segway)

Die Segway Apex H2 ist etwas für Avantgardisten. Fest stehen nur der Kaufpreis von umgerechnet 9000 Euro aufwärts, die voraaussichtliche Markteinführung 2023 sowie der Treibstoff, nämlich Wasserstoff. Wie der in Fahrspaß umgewandelt werden soll, ob mit einer Brennstoffzelle oder einem Verbrennungsmotor, bleibt im Dunkeln. Sicher ist nur, die Maschine ist bereits reservierbar.

Segway mit Raketentempo

Das wasserstoffbetriebene Motorrad ist der neuste Clou des chinesischen Smartphone-Produzenten Xiaomi nach dessen jüngster Ankündigung, künftig auch Elektroautos bauen und den US-Pionier Tesla jagen zu wollen. Der Name Segway erinnert an den Hersteller des gleichnamigen Elektrogefährts, mit dem vielfach Touristen in aufrechter Stellung von einer Sehenswürdigkeit zur anderen durch Metrop0len kurven. Deshalb findet sich die Ankündigung des Wasserstoffmotorrads auch auf der Website von Segway, nur dass dieses mit seiner Höchstgeschwindikeit von 150 Kilometer pro Stunde im Vergleich zum Urmodell des Namensgebers eher an eine Rakete erinnert.

Tief geduckter Scheinwerfer

Eingefleischte Motorradfans werden bei der Apex H2 auf nichts verzichten müssen. Der in Aussicht gestellte Heuler ist ein vollverkleidetes Sportmotorrad mit fettem Hinterrad, das wie das Vorderrad an einer Einarmschwinge sitzt und Kenner an eine Yamaha GTS 1000 erinnert. „Die Lenkstummel ragen seitlich aus der Tankattrappe, die Nase mit dem LED-Scheinwerfer duckt sich tief, das Heck reckt sich dagegen hoch“, schwärmt die Online-Seite Motorrad. Getankt wird der Wasserstoff in Patronen, die unter der Sitzfläche klemmen.

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