Schnellladeakku
Super-Akku: Schnell laden wie an der Zapfsäule

Ein israelisches Startup wirbt mit dem Prototypen einer Lithium-Ionen-Batterie, die in fünf Minuten ihre volle Ladekapazität erreicht, um Investoren. Serienstart für 2024 geplant.

Testraum für die Schnellladetechnik bei Store Dot Schneller ist derzeit niemand
Foto: Eyal Toueg, Haaretz/Store Dot

Neben eingeschränkter Reichweite und raren Ladestationen schrecken vor allem lange Ladezeiten Interessenten vom Kauf von Steckerautos ab. Store Dot aus Herzeliya, ein Pionier sogenannter Schnelllade-Technologie, englisch: Extreme Fast Charging (XFC), will den Zögerlichen die Bedenken nehmen und verspricht Ladezeiten von fünf Minuten. Das Auffüllen des Speichers würde damit kaum länger dauern als herkömmliches Tanken an der Zapfsäule.

ANZEIGE
„Revolution in der Ladeerfahrung“

„Wir stehen kurz vor einer Revolution in der Ladeerfahrung von Elektrofahrzeugen“, schwärmt Store-Dot-Chef Doron Myersdorf. Wenn der Ladestopp so kurz ausfalle, fielen Super-Reichweiten, an denen Konkurrenten arbeiten, weniger ins Gewicht. Zu denen gehört unter anderem das US-Startup Quantumscape, bei dem VW engagiert ist.

Lange kam die Entwicklung der Technik in dem 2012 gegründeten Unternehmen nur langsam voran. Eine jüngst verabredete Kooperation mit dem chinesischen Autoteilehersteller EVE Energy brachte jetzt offensichtlich den Durchbruch. 1000 Musterbatterien hat dieser für Store Dot hergestellt, die potentielle Abnehmer jetzt testen können.

Metallähnliche Nanopartikel ersetzen Grafit

Über die Details des Ratzfatz-Ladeprozesses schweigen sich die Israelis aus. Bekannt ist, dass sie im Gegensatz zu herkömmlichen E-Auto-Batterien auf metallähnliche Nanopartikel in der Zellanode des Speichers statt Grafit zurückgreifen. Das sei ein entscheidender Faktor, berichtet das Unternehmen.

Bei aller Euphorie! Bis die ersten elektrisch angetriebenen Modelle mit XFC-Batterien in die Autohäuser kommen, vergehen noch ein paar Jahre. Doron Myersdorf hat den Start der Massenproduktion für 2024 angekündigt.

Mehr: Business Insider