Solarstrom für Ananas-Konservenfabrik in Ghana

Im Süden Ghanas eröffnete eine neue Fabrik zur Verarbeitung von Ananas mit bis zu 300 Arbeitsplätzen. Der Strom kommt von einer Solaranlage, finanziert von der Müncher Firma Ewia Green Investments.

Wertschöpfung für die Region: Eröffnung einer Ananas-Konservenfabrik in Nsawama im Süden Ghanas mit Solartechnik, finanziert von der Münchner Firma Ewia Green Investments; im traditionellen schwarz-weiß-gestreiften Gewand Vizepräsident Mahamudu Bawumia (Foto: Ewia)

Am 20. Mai war es endlich so weit. Nano Foods Ltd nahm in Nsawama im Süden Ghanas die Verarbeitung von Ananas auf. Vizepräsident Mahamudu Bawumia, der Minister für Handel und Industrie des Landes sowie hochrangige Regionalpolitiker erlebten den Start der Produktion mit zunächst 100 Arbeitsplätzen. Geplant ist die Ausweitung auf drei Schichten mit insgesamt 300 Stellen. Nano Foods wird von der ghanaischen Regierung im Rahmen des Programms „One District, One Factory“ gefördert, das die Gründung von Unternehmen entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungsketten in ausgewählten Distrikten zum Ziel hat.

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Verarbeitet und in Konserven verpackt soll Ananas von Nano Foods in Länder Afrikas, die USA, nach Europa und in den Mittleren Osten exportiert werden. In einer zweiten Phase ist auch die Produktion von Fruchtsäften geplant. Ein besonderer Clou ist die schlüsselfertige Solaranlage auf dem Fabrikdach mit einer Leistung in der Endausbaustufe von rund 480 Kilowatt – ganz ohne Anfangsinvestitionen, finanziert von EWIA Green Investments. Die Anlage ist exakt darauf abgestimmt, Nano Foods 24 Stunden lang mit Strom zu versorgen, die Nutzung fossiler Energiequellen im öffentlichen Netz oder umweltschädlicher Dieselgeneratoren zu minimieren und die Stromkosten zu senken. So trägt Nano Foods mit Hilfe von EWIA Green Investments auch zum Kampf gegen die Klimaerwärmung und zur Energiewende in Afrika bei.