Ladeinfrastruktur
Autoindustrie will billigen Ökostrom für E-Autos

Die deutschen Autohersteller bieten immer mehr Elektroautos an, aber der Ausbau der Ladeinfrastruktur hinkt hinterher. Darum fordert die Industrie jetzt billigen Ökostrom für die Halter von E-Autos.

Ladestation für E-Autos Der Lobbyverband fordert billigen Ökostrom (Bild: A. Krebs/Pixabay)

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert grünen und preiswerten Strom für Elektroautos, berichtet der Spiegel. „Kundinnen und Kunden brauchen die Sicherheit, dass ihre E-Autos zu 100 Prozent CO2-frei fahren und dass sie dauerhaft günstig laden können“, zitiert das Nachrichtenmagazin VDA-Präsidentin Hildegard Müller. Dazu müsse der Ladestrom von sämtlichen Energiesteuern und -umlagen befreit werden.

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15-Punkte-Plan soll der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen

Um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen, hat der Lobby-Verband einen 15-Punkte-Aktionsplan aufgestellt. In seiner To-do-Liste für Hersteller, Regierung und Stromwirtschaft, die dem Spiegel vorliegt, verlangt der VDA konkrete Zielvorgaben für Bundesländer und Kommunen, damit die Infrastruktur bis 2030 auf insgesamt rund eine Million Ladesäulen ausgebaut werden kann. Es brauche ein „bundesweites Highspeed-Programm“, um den aktuellen Rückstand bei der Ladeinfrastruktur aufzuholen.

Europa-Garantie, damit E-Autofahrer nicht liegen bleiben

Eine ähnliche Initiative sei nach Meinung von Auto-Lobby-Chefin Müller auch auf europäischer Ebene erforderlich. Der VDA verlangt eine „Europa-Garantie“ für Fahrerinnen und Fahrer von Elektroautos, damit sie ohne Ladeprobleme ins europäische Ausland reisen können. Diese Zusicherung soll für Urlaubsreisende ebenso gelten wie für den Waren- und Güterverkehr, schreibt der Spiegel. Die Fortschritte beim Ausbau der Ladeinfrastruktur sollten die Regierungen in Berlin und Brüssel laut VDA jährlich der Öffentlichkeit präsentieren, findet der VDA. 

Außerdem will sich die Industrie die nötigen Rohstoffe sichern, die für den zügigen Umstieg auf Stromer benötigt werden. Der VDA verlangt darum zum Beispiel einen Exportstopp gebrauchter Antriebsbatterien, um deren wertvolle Inhaltsstoffe recyceln zu können. In Europa soll eine neue Industrie für Batterierecycling entstehen.

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