Kurzstreckenflüge
90 Prozent weniger CO2 aus dem Hintern

Die britische Firma Hybrid Air Vehicles plant den Bau eines Fluggeräts, dessen Form den Pobacken ähnelt und das nur zehn Prozent des CO2 ausstößt, das herkömmliche Flugzeuge in die Luft blasen.

Zeppelin-Zwilling Airlander: Klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen Kurzstreckenflügen (Abbildung: HAV)

Er platzt mitten in die Forderung nach Abschaffung von Kurzstreckenflügen: der Airlander der Firma Hybrid Air Vehicles (HAV) im englischen Bedford. Bis 2025 wollen die Briten zehn ihrer neuartigen Lufttransporter auf den Markt bringen, die wie ein doppeltes Luftschiff umherschwirren sollen. Der Zeppelin-Zwilling soll von einem Elektromotor angetrieben werden und unterm Strich nur ein Zehntel des klimaschädlichen CO2 ausstoßen, das herkömmliche Flugzeuge in die Atmosphäre blasen. Wegen seiner Form heißt das Gefährt auf der Insel bereits „fliegender Hintern“.

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Für Intercity-Verkehre

Das Fluggefährt mir der sonderbaren Form soll 100 Passagiere fassen und schafft es aktuell auf eine Spitzengeschwindigkeit von knapp 100 Kilometer pro Stunde. Rechne man den Wegfall von Wartezeiten beim Ein- und Auschecken mit ein, sei der Airlander gleich schnell wie der Flug mit einer klassischen Maschine auf einer Kurzstrecke. Gedacht ist der Airlander deshalb als Luftverkehrsmittel für kurzen Verbindungen wie zwischen Barcelona und Palma de Mallorca. Er sei „ideal geeignet für Intercity-Mobilitätsanwendungen, die Airlander mit einem winzigen Bruchteil der Emissionen aktueller Flugoptionen bedienen kann“, so HAV. Der britische Staat hat die Entwicklung finanziell gefördert.

Mehr: Der Standard