Ressourcenverbrauch E-Mobilität
Elektro-Autos ressourcenschonender als Verbrenner

Das ist die endgültige Entkräftigung aller Miesmacher: Elektro-Autos verbrauchen langfristig rundum weniger Ressourcen als herkömmliche Pkw mit Verbrennungsmotor, vom Strom bis zu wertvollen Metallen.

Klarer Vorteil gegenüber Verbrennern: Ob Treibstoff oder wertvolle Metalle, E-Autos verbrauchen deutlich weniger Rohstoffe (Foto: Markus Diestelrath / pixabay)

Der Titel der auf Englisch verfassten Studie klingt sperrig: „Ressourcenverbrauch des Personenfahrzeugsektors in Deutschland bis 2035 – die Auswirkung verschiedener Antriebsysteme“. Doch die Botschaft der Untersuchung des Freiburger Öko-Instituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums ist eindeutig. Würden in Deutschland 2035 nur noch elektrisch betriebene Pkw zugelassen, etwa weil Verbrennungsmotoren bis dahin oder früher wie in Großbritannien verboten würden, würden dadaurch gigantische Mengen an Ressourcen eingespart.

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Von Rohöl bis Platium

So würden 56 Prozent weniger Rohöl verbraucht, wodurch der Mehrverbauch durch den Strom für E-Autos weit übertroffen werden. Der Verbauch der neugewonnenen Schlüsselmetalle Lithium, Kobalt, Nickel und Kupfer für Lithium-Ionen-Batterien werde zurückgehen, der an Platin, Palladium oder Rhodium für Autoabgas-Katalysatoren bis fast auf null.

Empfehlungen für die kommende Bundesregierung

Allerdings stellen sich die Einsparungen nicht unbedingt von selbst ein. Um sie zu erreichen, gibt das Öko-Institut der neuen Bundesregierung einige Empfehlungen. Die wichigste ist, ehrgeizige Ziele beim Recycling für die Schlüsselmaterialien für Batterien aufzustellen und eine Kreislaufwirtschaft für Seltene Erden in Europa zu etablieren. Hinzu kommt die Kontrolle der Lieferketten für wichtige Batteriematerialen, um deren Gewinnung unter ausbeuterischen Bedingungen zu verhindern. Und klar ist, dass Elektro-Autos nur durch einen schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien keinen Strom verbrauchen, der mit klimaschädlichen fossilen Energien erzeugt wurde.

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