Weltklimarat
Das Schlimmste beim Klima kommt erst noch

Erwärmen die Menschen die Erde weiter wie bisher, geht es vor allem ihnen selbst an den Kragen, sagt der Weltklimarat – sofern, wie absehbar, das 1,5-Grad-Ziel nicht eingehalten wird.

Demonstration gegen Erderwärmung: Der Menschheit droht das Aussterben (Foto: Alfred Derks / pixabay)

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 sieht vor, die Erderwärmung gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter auf 1,5 Grad zu beschränken. Tatsächlich läuft es aber auf drei Grad hinaus – mit katastrophalen Folgen für einen großen Teil der Menschheit, sagt der Weltklimarat in einem Bericht für das kommende Jahr, dessen Entwurf jetzt publik wurde. „Der derzeitige Stand der Anpassung wird unangemessen sein, um künftigen Klimarisiken zu begegnen“, heißt es darin. „Das Leben auf der Erde kann sich von einem drastischen Klimaumschwung erholen, indem es neue Arten hervorbringt und neue Ökosysteme schafft“, so die die düstere Prognose. „Menschen können das nicht.“ Und: „Das Schlimmste kommt erst noch und wird das Leben unserer Kinder und Enkel viel mehr betreffen als unseres.“

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Dreimal so hohes Sterberisiko in Mittel- und Südeuropa

Die drohenden Heimsuchungen betreffen Hunderte von Millionen Menschen. Schon bei bei einer Erderwärmung von 1,5 Grad bis 2050 würden rund 350 Millionen Bewohner von Ballungsräumen wegen schwerer Dürren unter Wassermangel leiden, bei zwei Grad mehr wär en es 410 Millionen. Das Risiko, an Folgen des Klimwandels wie Hitzewellen zu sterben, wäre bei einer Erderwärmung um drei Grad drei Mal so hoch wie bei 1,5 Grad, vor allem in Zentral- und Südeuropa. Gleichwohl seien arme Länder besonders betroffen.

Klimaschutzmaßnahmen können Aussterben der Menschheit verhindern

Bei solchen Aussichten zähle jeder „Bruchteil eines Grads Erwärmung“, appelieren die Autoren des Berichts an die Politiker. Klimaschutzmaßnahmen zahlten sich insbesondere in der zweiten Jahrhunderthälfte aus und könnten die Menschheit vor dem Aussterben bewahren.

Mehr: FAZ, ntv