Lieferkettenmanagement
Ikea will klimafreundlichere Lieferanten

Handelskonzerne tragen am meisten durch ihre Lieferanten zur Erderwärmung bei. Um deren CO2-Fußabdruck zu reduzieren, will der Einrichtungsriese Ikea Produzenten zur Nutzung von Ökostrom bewegen.

Ikea-Filiale im polnischen Krakau: Klimaprogramm für 1600 Lieferanten (Foto: Konrad Krajewski / pixabay)

Rund zwei Drittel des Beitrags, den Ikea durch den Verkauf von Einrichtungsgegenständen zur Erderwärmung leistet, stammen von Lieferanten. Das will der schwedische Konzern anscheinend ändern und hat ein Programm für seine rund 1600 Produzenten in China, Indien und Polen aufgelegt, den drei wichtigsten Einkaufsländern des Unternehmens. Ziel ist es, dass die Lieferanten mit Strom aus erneuerbaren Quellen produzieren.

ANZEIGE

Kleiner Anfang

Um dem Ziel näher zu kommen, wollen die Skandinavier ihre Produzenten bei der Suche nach klimaunschädlichen Energiequellen unterstützen, heißt es. Allerdings kann dies offenbar aber nur ein kleiner Anfang sein. Denn würde das Programm greifen, könnten zwar 670 000 Tonnen CO2 pro Jahr vermieden werden. Bezogen auf den gesamten Fußabdruck der Lieferkette von Ikea, der den Klimawandel betrifft, wären dies jedoch gerade drei Prozent.

IKEA trat im vergangenen Jahr der 1,5 Grad Supply Chain Leaders Initiative bei, die das Ziel des Klimaschutzabkommens von Paris 2015 unterstützen, den Temperaturanstieg auf der Erde auf 1,5 Grad zu begrenzen. Der Gruppe gehören unter anderem der US-Software-Konzern Microsoft, der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson und der Schweizer Lebensmittelgigant Nestlé an.

Mehr: environment + energy leader