Deutsche Steuerzahler pampern US-E-Autobauer Tesla mit mehr als einer Milliarde Euro

Tesla-Gründer Elon Musk ist ebenso gut im Sprüche Klopfen wie im Hand Aufhalten. Für seine Auto- und Batteriefabrik in Brandenburg erhält der US-E-Auto-Pionier voraussichtlich 1,135 Milliarden Euro Steuergelder.

Künftige Tesla-Gigafactory im brandenburgischen Grünheide: Wohl keine Einwände der EU gegen Staatsknete (Foto: Ralf Roletschek

Mindestens 4,9 Milliarden Dollar an Steuergeldern hat der amerikanische Elektroauto-Pionier Elon Musk laut „Los Angeles Times“ in den USA inzwischen abgegriffen, darunter 1,3 Milliarden Beihilfe des Bundesstaats Nevada für den Bau einer Giga-Batteriefabrik, eine Milliardensumme an Baukosten und Steuerrabatt vom Staat New York für eine weitere Gigafabrik, 20 Millionen Dollar vonTexas für einen Raketenstartplatz und geschätzte 1,5 Milliarden Dollar für die Käufe von Solarmodulen. Der ultrakonservative US-Radio-Talker Rush Limbaugh wetterte dagegen als „sozialistische Kumpanei“.

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VEB Grünheide

Zumindest zu gut einem Viertel wäre demnach auch Musks künftige Gigafabrik im brandenburgischen Grünheide ein volkseigener Betrieb, kurz: VEB, wie ein Teil der vergesellschafteten Unternehmen in der ehemaligen DDR hieß. Denn von den Investitionen in Höhe von rund fünf Milliarden in die Elektroauto- und Batteriefabrik trägt der deutsche Steuerzahler vermutlich 1,135 Milliarden Euro.

2000 und mehr neue Arbeitsplätze?

Die Bewilligung sei noch nicht abgeschlossen, lässt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) über sein Ministerium erklären: „Die Ausreichung des Bescheids wird aktuell intensiv vorbereitet und ist für das 4. Quartal 2021 geplant.“ Im Batterieberich hält Altmaier „2000 oder mehr Arbeitsplätze“ für „realistisch“. Bisher war von rund 1000 Jobs die Rede. Hinzu kommen 12 000 Jobs für die erste Ausbaustufe des Werks für das Elektroauto Tesla, das für eine Jahresproduktion von 500 000 Fahrzeugen der Modellreiche Y ausgelegt ist. Über die künftige Fabrik gibt es Streit mit Umweltschützern, die unter anderem eine Zersiedlung der Landschaft fürchten.

Mehr: Tagesspiegel