Fossile Energieträger
Drei Prozent weniger Öl und sieben Prozent weniger Kohle pro Jahr notwendig

Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, braucht es einen kontinuierlichen Ausstieg aus den beiden wichtigsten fossilen Energieträgern, dem Öl und der Kohle, so eine neue Untersuchung.

Ölförderung: Klimaschutz erfordert drastische Einschränkung (Foto: Markus Distelrath / pixabay)

Es wäre eine radikale Kehrtwende in der weltweiten Wirtschaft. Um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, müsste die globale Erdöl- und -gasproduktion jährlich um drei Prozent und die Kohlproduktion um sieben Prozent gesenkt werden. Auf diese Weise würde die Öl- und Gasproduktion bis 2050 um 60 Prozent und die Kohleproduktion um 90 Prozent gesenkt werden, heißt es in einer von der US-Zeitschrift veröffentlichten Untersuchung des Co-Direktors des britischen UK Energy Research Centre in London, Paul Ekins.

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Absolut zum Verzweifeln

Die Chancen, dies zu erreichen, stehen allerdings schlecht. Weltweit läuft die Entwicklung in diesem Jahrzehnt eher auf eine zweiprozentige Erhöhung der Kohle-, Erdgas und -ölproduktion hinaus. Dies stellte eine Untersuchung der Vereinten Nationen im vergangenen Jahr fest. „Es ist absolut zu verzweifeln“, so Studienautor Ekins. „Wir sind sehr weit entfernt von den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens von 2015 bezogen auf die Produktion von fossilen Brennstofen, die die Leute vorhersagen.“

Mehr: Le Monde