Industrie
Hauptklimasünder in Industrie langsam einsichtig

Kleiner Lichtblick in düsteren Klimazeiten: 111 der 167 Hauptklimasünder unter den Industrieunternehmen weltweit haben sich bereit erklärt, zumindest bis 2050 klimaneutral zu produzieren.

Stahlwerk Dillinger Hütte im Saarland: Schweden sind bei der Dekarbonisierung weiter (Foto: Günther Schneider / Pixabay)

In der Industrie gelten sie als die Hauptklimasünder: Stahlkocher, Zementfabriken, Chemiewerke. Sie fressen extrem viel Energie, die – wenn nicht grün – die Erdatmosphäre aufheizt. Konventionelle Stahlwerke benötigen zu dem Kokskohle zur Eisengewinnung und Chemieanlagen zum Beispiel Erdgas für ihre Synthesen. Doch langsam macht sich auch unter ihnen die Einsicht breit, Schluss mit der Erderwärmung durch den Ausstoß von CO2 machen zu müssen. Laut einer Erhebung des US-Wirtschaftsdientes Bloomberg haben inzwischen 111 der 167 als Hauptklimasünder identifizierten Unternehmen weltweit zugesagt, bis 2050 ihre CO2-Emissionen auf Null herunter zu fahren.

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Zusage umfasst 80 Prozent der industriellen CO2-Emissionen

Der Trend zur Klimaneutralität, so spät sich auch kommen mag, lässt sich seit gut zweieinhalb Jahren feststellen (siehe Grafik).

Steiler Anstieg: Klimaneutralitätszusagen (Net-zero Commitments) der 167 größten industriellen Erderwärmer (Grafik: BNE)

Bei den betrachteten 167 Unternehmen handelt es sich um Konzerne, die die internationale Geldanleger-Organisation Climate Action 100+ als die schlimmsten Erderwärmer in der Industrie weltweit identifiziert hat. Ihr zufolge stoßen diese Unternehmen gut 80 Prozent der Treibhausgase aus, die auf das Kontro der Industrie gehen.

Schweden machen es vor

Während in Deutschland Programme für grünen Stahl noch in den Startlöchern stecken, hat in Schweden das erste Stahlwerk sogar schon Verträge mit Autobauern wie Daimler geschlossen, in Bälde den ersten klimaneutralen Stahl zu liefern.

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