Wohnmobilcharme unterm Solardach

Wer das Wohnmobil als Ausbund von Freiheit und Abenteuer empfindet, kann dieses Gefühl künftig auch mit Strom von Solarzellen auf dem Dach seiner rollenden guten Stube ausleben.

Solarzellenbetriebenes E-Wohnmobil: Energieautark in der Fremde (Foto: STE / Bart van Overbeeke)

Der Trip mit der vierrädrigen Wohn- und Schlafküche geht über 3000 Kilometer, vom niederländischen Eindhoven über Brüssel in Belgien, Paris und Bordeaux in Frankreich sowie Madrid in Spanien bis Tarifa im Süden der iberischen Halbinsel. Und jedes Mal, wenn die Reisenden, Studenten aus Holland, Strom brauchen, haben sie diesen problemlos parat – von den Solarzellen auf dem ausziehbaren Dach ihres Wohnmobils. Eineinhalb Jahre haben 22 Studiosi der TU Eindhoven daran getüftelt, um sich diesen ihren Traum zu erfüllen: ein strombetriebenes fahrendes Eigenheim, das die erforderliche Energie selbst erzeugt, statt eine Ladestation anfahren zu müssen. 730 Kilometer weit soll das Gefährt kommen, bis es an die Boxen oder aber ausharren muss, damit die Solarzellen die Batterien wieder auffüllen.

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Strom vom Solardach für alle Zwecke

Das Solargefährt kommt aus dem Camper-Dorado Niederlande und ist eine Neuheit in der Welt der Mobilisten. Der per Paneelen erzeugte Strom reicht nach Angaben der Erfinder zum Fahren, Duschen, Fernsehen, Aufladen des Laptops und Kaffeekochen. Eine Fahrt durch die Fremde mit möglichst wenig Kontakt zu Land und Leuten ist also garantiert. 

Energieautarker Kokon

Wer nicht genügend Proviant von zu Hause mitgenommen hat, muss lediglich zum Einkaufen Einheimische aufsuchen. Für den täglichen Bedarf bietet der energieautarke Kokon eine kleine Kochstelle, einen Kühlschrank, eine Toilette, eine Sitzecke und ein Bett für zwei Personen. Solarzellen als Stromquellen für Fahrzeuge sind offenbar im Kommen, wie die Entwicklung eines elektrischen Mini-Transporters zeigt, der demnächst auf den Markt kommen soll.

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