Deutsche Bahn
Mulch und Mähen statt Glyphosat?

Unkraut im Gleisbett lockert Schotter und Schwellen. Das ist gefährlich für die Züge. Doch auch das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist vermutlich gefährlich. Also testet die Deutsche Bahn Alternativen.

Grün hat im Schienenbett nichts zu suchen: Perfekt gepflegtes Bahngleis mit Führungsschiene (Foto: LosHawlos)

Von 2023 an will die Deutsche Bahn auf das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat des deutschen Bayer-Konzerns verzichten, das im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Doch wie stattdessen das Schienenbett frei halten von unerwünschtem Grün, dessen Wurzelwerk Schwellen und Schotter zu lockern droht? Das testet die Bahn gerade auf der Schwäbischen Alb und im Rheintal.

ANZEIGE

Mulch gegen aggressive Wurzler

Als mögliche Alternativen zu Glyphosat, das es im Handel auch als „Round up“ gibt, gelten Heißdampf, Mikrowellen, UV-Licht und einfach Mähen. Doch ob derlei dem Unkraut den Garaus macht, ist noch nicht sicher. Darum experimentieren Wissenschaftler der Uni Hohenheim akribisch, was sonst noch helfen könnte. Ihr Mittel der Wahl ist Mulch, das den Wuchs gefährlicher Pflanzen stoppen könnte, darunter Ackerschachtelhalm, Winden, Brombeeren, Gräser oder Storchenschnabel. Wie nachhaltig die Erstickmethode ist, steht allerdings noch nicht fest. In Brandenburg probieren gerade Argrarwissenschaftler, ob der Einsatz von Elektroschockern eine Alternative zu Glyphosat sein könnte.

Mehr: SWR