Investitionen
Milliardäre machen auf klimaneutral

Die reichsten Männer der Welt haben beschlossen, Vermögen in Höhe von insgesamt 90 Milliarden Dollar auf einen klimaneutralen Pfad zu lenken. Eine wichtige Rolle spielt grüner Wasserstoff.

Australiens Industriegigant Forrest: Auf Null-CO2-Kurs (Foto: Chatham House)

Es ist so viel, wie die ganze Welt jährlich an Gütern und Dienstleistungen produziert: rund 90 Milliarden US-Dollar. Vermögen in dieser Größenordnung wollen drei der reichsten Männer des Globus langfristig auf klimmaneutral trimmen. In welchem Zeitraum haben die Supermilliardäre zwar verschwiegen, aber die Richtung ist klar: die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad. Australiens Bergbauunternehmer Andrew Forrest will in zwei Etappen bis 2030 und bis 2040 null CO2-Emissionen errreichen, Mukesh Ambani, der reichste Mann Indiens, hat sich dies für 2035 vorgenommen und auch der Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Black Rock, Larry Fink, setzt inzwischen auf den Trend in diese Richtung.

Solarzellen und Wasserstofftechnologien

So kündigte Ambanis Holding Reliance Industries die Übernahme von REC Solar an, einem weltweit tätigen in Norwegen gegründeten Solarmodulhersteller. Mit dessen Hilfe will der Inder in seinem Land Gigafabriken errichten, die jährlich Solarzellen mit einer Leistung von neun Gigawatt herstellen. Das entspricht der Leistung von neun großen Kohlekraftwerken. Ambanis Milliardärskollege Forrest wiederum unterschrieb diverse Absichtsrklärungen, darunter eine im Volumen von 400 bis 600 Millionen US-Dollar, die er in diesem und im nächsten Jahr allein in Forschung und Entwicklung stecken wolle, um der klimaneutralen Produktion von Wasserstoff zum Durchbruch zu verhelfen. Ziel ist, damit grünen Ammoniak, grünen Stahl und grüne Treibstoffe herzustellen.

Zweifel an Blackrock

Eigentlich gibt es wenig Grund, an Forrests und Ambanis Absichten zu zweifeln. Bei den Klimarettungsbemühungen von Blackrock-Chef Fink ist das anders. Dessen Investments in Industrien mit hohem CO2-Ausstoß sind immer wieder Anlass für Klimaktivisten, dem Multimilliardär nicht so recht glauben zu wollen.

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